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Cousin Harley liefern ganz große Show

Klein war die Schar der Zuhörer, die sich in der warmen Spätsommemacht zum Freitag im Dillenburger Oberstadtlokal "Erbse" eingefunden hatte. Zu Gast war das kanadische Trio "Cousin Harley".


Wie man den Rockabilly eines Brian Setzer (Stray Cats) und den Swing eines Django Reinhardt lässig unter einen Hut bringt, entlockte der aus Vancouver stammende Gitarrenkünstler Paul Pigat den Saiten seiner Fender Telecaster. Begleitet von dem Kontrabassisten Keith Picot und Drummer Jesse Cahill, feierte der Mann mit der hippen Hornbrille ein lässig rockendes und rollendes Musikfest aus Hot-Rod Rockabilly, klassischem Western Swing, Country und Westcoast Jump Blues.


Genau das Richtige für Neo-Swinc-Nerds und ewige junge Teds, die, wenn sie denn in Scharen in die "Erbse" geeilt wären, die selbige in Grund und Boden getanzt hätten. Doch auch so waren Stimmung und Bewegung angesetzt, zumal selbst bei den leiseren Tönen und den schmachtenden Balladen weniger Liebeslast und Liebeslust im Vordergrund standen, sondern die Freude am gepflegten Suff und genüsslichem "Brettern" über staubige Highways. Gepflegte Entspannung in Melodie und Rhythmus, über die sich das distinktive Gitarrenspiel und der kratzbürstige Gesang von Paul Pigat legten, waren genau die richtige Mischung für eine wundervolle Gute-Laune-Nacht.
Mit eigenem Songmaterial, aber auch mit Coverversionen von Fifties-Klassikem wie "Mr. Sandman" und "Sleep Walk" oder dem Bluegrass-Evergreen "Moon Of Kentucky", erwiesen sich Cousin Harley als Band für Freunde der wahren, schönen Rock'n'Rolls im kleinen Format. Eine ganz große Show mit dem Wunsch auf baldige Wiederholung.