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Bar jeder Posen, aber barfuß

Zum vierten Mal haben Julz Parker und Leesa Gentz alias "Hussy Hicks" die von ihnen als "lovely" empfundene Stadt Dillenburg beehrt. Und abermals begeisterten sie ihre Fans mit einer mitreißenden Song-Mischung aus Folk, Rock, Blues und Country.

Rund 35 Zuhörer fanden den Weg in das Oberstadtlokal "Erbse", das sich für die Australierinnen als optimale Projektionsfläche für ihre empathische und mitreißende Performance erwies.
"Hussy Hicks" verstehen es, sowohl große Festivalbühnen als auch kleine Bühnen zu beschallen. Dazu benötigen sie außer ihrem musikalischen Können nur wenig technisches Equipment, um sich mit fulminanten Gesangsharmonien (dominiert von Leesa Gentz) und einer feinen Gitarrenstilmixtur aus Fingerstyle, Flamenco und Roots Blues (gespielt von Julz Parker) in Szene zu setzen.

Gelegentlich verstärkt durch Saxofonist Max Parker, der ein jugendlich unbekümmertes Flair in den druckvollen Auftritt des australischen Frauenduos brachte, kam das Publikum in den Genuss herzzerreißender Balladen, gefühlvoller Blues-Nummern und eindringlicher Roadsongs. "Hussy Hicks" bar jeder Posen, dafür aber barfuß auftretend, gaben alles, schonten sich in ihrem über zweistündigem Konzert nicht. Selbst aufs Jodeln verstanden sie sich prächtig, als sie auf Deutsch über hässliche Menschen sangen („Die Flittchen aus dem Hinterland"). Und da sich in der "Erbse" niemand angesprochen fühlte, schmolzen auch bei dieser Nummer die Fanherzen für „Hussy Hicks" dahin.