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"The Burning Hell" unterhalten bestens

Grandios, humorvoll und forsch - so war die kanadische Folk- und Indie-Rock-Show, die „The Burning Hell" am Dienstagabend vor 40 begeisterten Zuhörern in der Dillenburger Kneipe "Erbse" ablieferte.


Das fünfköpfige Kollektiv um Sänger, Songwriter und Ukulele-Musikant Mat Kom, das im Rahmen ihrer Europatoumee in Dillenburg Station machte, entfachte eine teuflisch guten Budenzauber. Bevor die lose, handverlesene Gruppe sich auf engstem Raum voluminös entfaltete, ließ sich Schlagzeuger Jake Nicoll als moderner Minnesänger mit total entschleunigter Post-Hippie-Mucke vernehmen. Seinem Slow-Motion-Weltschmerz stand das muntere "Höllenfeuerwerk" der "Buming Hell" diametral entgegen. Von Beginn spielten Mat Kom, Klarinettistin Ariel Sharratt, Bassist Nick Ferrio, Gitarrist Darren Browne und ein jetzt aufgewachter Jake Nicoll mit viel Spielwitz charmant und unterhaltsam drauflos. Ob Speed-Klezmer, Calypso-Folk oder burlesker Vaudeville-Pop: Die Songfolge, die Mathias Kom vorlegte, hatte es auch in lyrischer Hinsicht in sich. Die Texte im Stil eines Jonathan Richman oder eines Adam Green berichteten von Leuten unterschiedlichster Couleur (Realisten, Sentimentalisten oder gesellschaftlichen Auf- und Absteigern), waren ironisch, skurril und dennoch hautnah dran am wahren Leben. Die Show mit Phil-Collins-Einlagen ("In The Air Tonight"), "Beatles"-Flair und einer prise Kabarett für Pop-Gourmets bot alles was man für zwei Stunden feinster Unterhaltung braucht: agile Musik, die ins Ohr rockt, und Lebensweisheiten, die nicht immer ganz ernst gemeint sind.